Numismatische Belege aus dem Kreis Randow


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Altvorpommern, das 1720 an Preußen gefallen war, war im 18. Jahrhundert in die fünf Kreise Anklam, Demmin, Randow, Usedom und Wollin gegliedert. Zum Kreis Randow gehörten damals die sieben Städte Altdamm, Gartz a./Oder an der Oder, Gollnow, Pasewalk, Penkun, Pölitz und Stettin, die drei königlichen Ämter Jasenitz, Pinnow und Stettin sowie zahlreiche adlige Dörfer und Güter. Bei der Kreisreform von 1818 im Regierungsbezirk Stettin wurde die Abgrenzung des Kreises Randow geändert:
Die Stadt Pasewalk mitsamt den umliegenden Dörfern und der Nordteil des Amtes Jasenitz kamen zum neuen Kreis Ueckermünde.
Die Stadt Gollnow mitsamt den umliegenden Dörfern kam zum Kreis Naugard.
Die Städte Altdamm und Stettin sowie mehrere Dörfer in ihrer Umgebung bildeten den neuen Stadtkreis Stettin.
Zum Kreis Randow kam das östlich der Randow gelegene Gebiet rund um Löcknitz, das zur Provinz Brandenburg gehört hatte.
Das Landratsamt des Kreises Randow befand sich in der Stadt Stettin. Am 26. September 1826 wurde der 1818 gebildete Stadtkreis Stettin aufgelöst und wieder in den Kreis Randow einbezogen. Die Gemeinde Grabow erhielt 1853 das Stadtrecht. Am 16. März 1857 schied Stettin wieder aus dem Kreis Randow aus und bildete seitdem einen eigenen Stadtkreis. Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis als Teil Preußens zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich. Der Kreis umfasste 1871 die fünf Städte Altdamm, Gartz a./Oder, Grabow, Penkun und Pölitz, 109 Landgemeinden und 69 Gutsbezirke.
Zum 1. April 1900 schieden die Stadt Grabow sowie die Landgemeinden Bredow und Nemitz aus dem Kreis Randow aus und wurden in den Stadtkreis Stettin eingegliedert. Im Jahre 1911 folgten die Gutsbezirke Eckerberg, Schwarzow und Zabelsdorf.
Zum 30. September 1929 fand im Kreis Randow wie im übrigen Freistaat Preußen eine Gebietsreform statt, bei der fast alle selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Zum 1. Januar 1939 erhielt der Kreis Randow entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis. Er umfasste nunmehr die vier Städte Altdamm, Gartz a./Oder, Penkun und Pölitz, 109 weitere Gemeinden und vier gemeindefreie Gutsbezirke.

bis 1938 Kreis Greifenhagen
Stadt Greifenhagen

Am 15. Oktober 1939 fand im Raum Stettin eine umfassende Gebietsreform statt:
➽ Die Gemeinden Buchholz | Hökendorf | Mühlenbeck und Sydowsaue schieden aus dem Landkreis Greifenhagen aus und wurden in den Stadtkreis Stettin eingegliedert. Der Landkreis Randow wurde aufgelöst. Sein südlicher Teil kam zum Landkreis Greifenhagen, der damit erstmals auf das Oderufer übergriff. Dies betraf die Städte Gartz a./Oder und Penkun sowie die Gemeinden Barnimslow | Blumberg | Casekow | Damitzow | Friedrichsthal in Pommern | Geesow | Glasow | Grünz | Hohenholz | Hohenreinkendorf | Hohenselchow | Jamikow | Kolbitzow | Krackow | Kummerow | Kunow | Ladenthin | Lebehn | Luckow | Mescherin | Nadrensee | Pargow | Petershagen | Pinnow | Pomellen | Rosow | Schillersdorf | Schmellenthin | Schönfeld | Schöningen | Schönow | Sommersdorf | Storkow | Tantow | Wartin | Wollin und Woltersdorf
Der östliche Teil des Landkreises, darunter der gesamte Altkreis von vor 1939, kam nach dem Zweiten Weltkrieg im Sommer 1945 gemäß dem Potsdamer Abkommen unter polnische Verwaltung. In der Folgezeit wurden die allermeisten Bewohner des östlichen Kreisgebiets von den örtlichen polnischen Verwaltungsbehörden vertrieben. Aus dem westlich der Oder-Neiße-Linie liegenden Gebiet, das bis 1939 zum Landkreis Randow gehört hatte, wurde ein neuer Landkreis Randow gebildet, der bei der DDR-Kreisreform von 1950 endgültig aufgelöst und auf den Landkreis Angermünge, den Landkreis Pasewalk und den Landkreis Prenzlau aufgeteilt wurde.

Die Gemeinden Arnimswalde, Bergland, Friedrichsdorf, Hornskrug, Langenberg, Oberhof, Schwabach, Schwankenheim, Wilhelmsfelde und Wolfshorst kamen zum Landkreis Naugard.

Die Gemeinden Armenheide, Bismark, Blankensee, Boblin, Böck, Boock, Daber, Dorotheenwalde, Falkenwalde, Glashütte, Gorkow, Grambow, Günnitz, Hagen, Jasenitz, Köstin, Laack, Lienken, Löcknitz, Mewegen, Nassenheide, Neuenkirchen, Pampow, Plöwen, Ramin, Retzin, Rothenklempenow, Schwennenz, Sonnenberg, Stolzenburg, Trestin und Wamlitz sowie die Forst-Gutsbezirke Falkenwalde und Stolzenburg kamen zum Landkreis Ueckermünde.