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Münzfunde stellen für die Heimatgeschichte, vor allem für die territoriale Wirtschafts- und Geldgeschichte, außerordentlich wichtige Quellen dar, ganz besonders für die Jahrhunderte, aus denen schriftliche Überlieferungen fehlen oder spärlich vorhanden sind. Voraussetzung ist jedoch das Bekanntwerden der Funde und die wissenschaftliche Bearbeitung des gesamten Fundmaterials. Aus diesem Grunde sind alle Münzfunde melde- und abgabepflichtig. Dies dient zum Schutz und Erhaltung der ur- und frühgeschichtlichen Bodenaltertümer. (Zitat: Karin Friese, Heimatforscherin Eberswalde)
Schwedt ist geschichtlich gesehen nicht mit Münzfunden gross gesegnet, obwohl selbst Schwedt eine Münzstädte war. Eigene Münzen konnten bis heute nicht bestimmt werden. Vermutungen zu folge, hat Schwedt ausschließlich für das Kloster Chorin geprägt, es existieren leider keiner Aufzeichnungen darüber, nur Überlieferungen. Dennoch sollen die wenigen Münzfunde hier aufgelistet werden.
Münzfunde werden in drei Epochen eingeteilt.
A) Funde der Hacksilberperiode und Fernhandelmünzen (slawische Zeit * etwa 900 - 1150) B) Funde aus der Periode der Regionalpfennige (Zeit der deutschen Besiedlung, Regierungszeit der Askanier und Bayern * etwa: 1150 - 1350/70) C) Funde aus der frühen Groschenperiode (Regierungszeit der Luxemburger und der ersten Hohenzollern * etwa 1350/70 - 1500)
1901 A (Quelle: Carl Ballentin, unveröffentlichtes Manuskript 1932, Heimatmuseum Schwedt/Oder - Ausgrabungen auf dem Gelände des slawischen Burgwalls - Neu aufgearbeiteter Grabungsbericht, Lutz Libert - Schwedter Heimatblätter 1989 - ein halber Hochrandpfennig (Gepräge nicht erkennbar) - ein halber Denar von König Ethelred II von England 978-1016 - eine nicht bestimmbare Kupfermünze Ø 15,3 mm und 1,9 mm Dicke - Verbleib: unbekannt
1986 (kein Münzfund, aber ein sensationeller Fund aus der Bronzezeit) - Wartungsarbeiten an Versorgungsleitungen bei der ehemaligen Dammschäferei - der Fund war eine anthropomorphe Kleinplastik der jüngeren Bronzezeit - Grabungsbericht in “Ausgrabungen und Funde - Band 35, Jahrgang 1990, Heft 2”
2009 C (Quelle: Märkische Oderzeitung vom 16.April 2009) - Ausgrabungen zur Erschließung des Gelände Polderblick - unbestimmte Anzahl von Vinkenaugen - Verbleib: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege
Die Rechergen gestalten sich etwas schwierig, aber diese Seite wird weiter bearbeitet, sobald neue Erkenntnisse gemacht sind, werden diese ergänzt. Sollten Sie etwas finden zum Thema “Münzfund in Schwedt”, können Sie uns gerne anschreiben.  |
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