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Tempel der Tugend

Die Loge Tempels der Tugend

Heute bekannt als Berlischky Pavillon, beherbergte er doch die Loge Tempel der Tugend, bis 1835. (Gegründet 04. Juni 1778 unter der Großen Landesloge im  Freimaurerorden gelöscht: 15. Juli 1935). Hier zu sehen sie Spitze des Altares im inneren der kleinen Kirche. Zu sehen ist eine Sonne, welche im Himmel durch die Wolken bricht, in ihr eine Pyramide mit dem  allsehenden Auge. Unter dem Auge beginnt das Dach der Kanzel. Auf dem  Dach sieht man eine stehende Knospe, welche sich unter der Kanzel hängend ebenfalls befindet. Beides sind typische Zeichen der Freimaurerschaft. Im Bild darunter, die Komplettansicht des Altares.




Siegel und Petschaft der Loge

Auf blauem Samt liegend eine bronzene Siegelpetschaft der Loge. Auf der Petschaft ist in lateinisch zu lesen FROCUL ESTE FROFANI was zu deutsch heißt: Bleibt fort, Ihr Ungeweihten. Die Petschaft ist gleichzeitig das Abzeichen für die Loge 04. Juni 1778-ca. 1850. Das Original liegt im Schwedter Stadtmuseum. Bei den thematischen Forschungen sind wir auch auf ein Siegel gestoßen. Den  bisher einzigen Beweis, dass diese Petschaft auch Benutzung fand.


Johann Abraham Peter Schulz, ein Schwedter Freimaurer

Schulz war Mitglied der Loge Royale York de l´amitié in Berlin. Einziger bekannter numismatischer Beleg eines Freimaurer´s aus Schwedt. Johann Abraham Peter Schulz (* 31. März 1747 in Lüneburg;  10. Juni 1800 in  Schwedt) war ein deutscher Musiker und Komponist. Heute erinnert man sich seiner insbesondere als Komponist der Melodie zu Matthias Claudius' Gedicht "Abendlied" ("Der Mond ist aufgegangen") sowie des Weihnachtsliedes "Ihr Kinderlein kommet" ("Alle Jahre wieder" ist, wenn  auch bisweilen so zu lesen, nicht von Schulz komponiert, sondern von Friedrich Silcher). Ein weiteres Kirchenlied, durch welches Schulz heute noch bekannt ist, ist "Wir pflügen und wir streuen". Am 10. Juni 2011 wurde anlässlich seines 211. Todestages eine Büste vor den Berlischky Pavillon enthüllt. Der Standort wurde dort gewählt, weil J.A.P.Schulz in der Nähe zu Lebzeiten gewohnt hat und das Gebäude auch schon zu  Schulz´ Lebzeiten stand, weiterhin ist J.A.P. Schulz im Stadtpark beerdigt worden. Ursprünglich sollte die Büste zum ehemaligen Friedhof schauen, man entschied sich allerdings dann doch für einen geraden  Blick zur Straße  um die Symetrie zu wahren. Der Stifter der Büste war  der Verein der  Freunde und Förderer der Musik- und Kunstschule J. A. P. Schulz mit Unterstützung der Stadt Schwedt/Oder.


Schwedter Feldloge 1812 - 1816

Es handelt sich hier um eine Hetzschrift Volksverrat der Feldlogen im Weltkriege aus der NS-Zeit. Genauer gesagt, ist es eine  Nationalsozialistische-Publikation mit eindeutig demagogischer  Zielsetzung, die dazu beitrug, die Freimaurerei im Deutschland des  "Dritten Reiches" zu zerstören.
Hier der einzige Hinweis zu  Schwedt als Auszug aus dem Teil 4/11: Auch unter der Aufsicht der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland bildeten sich mehrere Feldlogen, so 1811 in Schwedt (Oder). Diese als Feldloge Nr. 1  installierte Militärloge wurde von Brrn. der in Schwedt bestehenden  Johannisloge "Zum Tempel der Tugend" gegründet, um den Brrn., wenn sie  ins Feld zögen, Gelegenheit zu maurerischen Arbeiten zu geben. Sie hatte 1812 bereits 38 Mitglieder und löste sich am 10. Oktober 1816 auf. Eine andere weitere Aussage gibt andere Daten an. Gegründet 29.Mai 1811  unter der GLL FO, gelöscht 03.Dezember 1814, nach Deutsches Freimaurermuseum in Bayreuth. Hier rechts ein Schwedter  Feldlogenabzeichen.


Das Logenkreuz

Andere Gegenstände der Schwedter Freimaurer waren wie hier links zu sehen ein  Logenkreuz, welches jedes Mitglied um den Hals getragen hat. Mittig im  Kreuz ist eindeutig der Berlischky Pavillon zu sehen. Im Schwedter Museum ist noch eine ältere Variante dieses Logenkreuzes zu sehen.  Beidseitig je ein Mond und eine Sonne zum Pavillon schauend. Sie stehen  für Tag und Nacht oder Hell und Dunkel oder Weiß und Schwarz - Schachbrettmuster. Unter dem Pavillion ist das allsehende Auge.


Weiterführende Links

Stadtmuseum Schwedt
pictokon
Deutsches Freimaurermuseum
Musikschule
Freimaurer-Wiki

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